Coburg
Dreierlei Schlossromantik – dem Adel auf der Spur
Die Veste Coburg gilt als eine der größten und besterhaltenen Burganlagen Deutschlands. Einst Schloss der sächsischen Kurfürsten, beherbergt sie heute Kunstsammlungen. Auch das Schloss Ehrenburg – früherer Wohnsitz des Coburger Adels im 19. Jahrhundert, in dem auch Queen Victoria und Prinz Albert logierten – ist mit seinen prunkvollen Räumen ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Doch auch abseits der Prominenz schmückt sich die Region Coburg mit historischen Schlössern, die zu einer Besichtigung einladen.


Rosenau
Zwischen englischem Adel und Glaskunst
Nur wenige Kilometer nord-östlich von Coburg liegt Schloss Rosenau inmitten eines romantischen Landschaftsparks.
Der ehemalige Sommersitz der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil umgestaltet. 1819 wurde hier Prinz Albert geboren, der spätere Ehemann der englischen Königin Victoria. Die mit Originalmöbeln eingerichteten Schlossräume erlauben einen authentischen Blick in das Leben des Adels zur damaligen Zeit, insbesondere in die Kinderstube von Prinz Albert. Ein Spaziergang durch den liebevoll gepflegten Park inklusive Schwanensee, Spielplatz und einem Reiterhof rundet den Ausflug perfekt ab.
Wer sich kunstvoll verzaubern lassen will, der macht noch einen Abstecher in das Europäische Museum für Modernes Glas, das sich auf dem Parkgelände befindet. Ob aufwendige Glaskonstruktionen, die von der Decke hängen, filigrane Figürchen oder Installationen, die mit Licht und Schatten ganz neue Perspektiven für das Auge ermöglichen – hier kommt man aus dem Staunen so leicht nicht wieder raus.
Rosenau 1, 96472 Rödental
Einen Parkplatz finden Sie gegenüber dem Europäischen Museum für Modernes Glas, welches sich auch auf dem Parkgelände befindet.


Schloss Callenberg
Ein herzogliches Schloss und Fitness im Forst
Etwas versteckter, aber nicht weniger eindrucksvoll, liegt Schloss Callenberg am Rand des Callenberger Forsts.
Schon im Mittelalter erwähnt, war es ab dem 19. Jahrhundert die Hauptresidenz der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha. Noch heute ist es im Privatbesitz der herzoglichen Familie. Das Jagdschloss beherbergt außerdem das Deutsche Schützenmuseum sowie eine Kunstsammlung.
Aktiver wird es außerhalb der Schlossmauern: Der Callenberger Forst – ehemals das Jagdrevier der Herzoge von Sachsen-Coburg und Gotha – ist mit seinen 350 Hektar ein wahres Paradies für Naturliebhaber. Unzählige Wander- und Spazierwege führen durch den Wald zwischen Beiersdorf und Weidach, bis in den westlichen Teil hinüber kurz vor die Grenze zu Thüringen. Wer es sportlich mag, kommt auf seine Kosten: Der für Familien angelegte Fitness-Parcours „Trimm-Dich-Pfad“ führt anhand von mehreren Mitmach-Stationen durch den östlichen Teil des Callenberger Forstes. Zwischen Fitness und Waldidylle lässt sich hier Bewegung für Groß und Klein mit Naturgenuss wunderbar verbinden.
Zu empfehlen ist außerdem eine Wandertour, die – wahlweise vom Goldbergsee startend an Schloss Callenberg vorbei oder vom östlichen Ende des Forstes am Heimatring startend entlang des Fitness-Pfads – an Weidach und Weitramsdorf vorbei bis zum Naturfreundehaus an den Hofmannsteichen führt.
Callenberg 1, 96450 Coburg
Um den Callenberger Forst zu erreichen, können Sie beispielsweise bei einer Anfahrt mit dem Auto auf dem Wanderparkplatz im Süden von Beiersdorf b. Coburg oder dem Parkplatz direkt am Goldbergsee parken.
www.schloss-callenberg.com


Schloss Hohenstein
Sagenumwobene Wälder
Am süd-westlichen Rand von Coburg, zwischen Ahorn und Wohlbach, liegt Schloss Hohenstein.
Eingebettet in eines der schönsten landschaftlichen Gebiete der Region, thront es bereits seit Jahrhunderten auf einem Hügel über dem Hohensteiner Forst. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hohenstein bereits 1306. Nachdem das Schloss im 16. Jahrhundert bis auf die Grundmauern abbrannte, wurde es im Renaissance-Stil neu erbaut. Der sorgfältig gepflegte Schlossgarten lädt zum Schlendern und Verweilen ein.
Wanderfreunde kommen im Hohensteiner Forst auf ihre Kosten. Ein besonders schöner Rundweg startet an der „Alten Schäferei“ in Ahorn. Von dort folgt man wahlweise dem historischen Kutschweg zunächst entlang der B303 am nördlichen und westlichen Waldrand entlang, oder dem Amtsbotenweg, der durch lichte Mischwälder Richtung Süden führt. Bald schon tauchen geheimnisvolle Sandsteinformationen auf – darunter die sagenumwobene „Hexenkanzel“, wo einer Legende nach eine Hexe ihr Häuschen hatte. Schließlich erreicht man das malerische Schloss Hohenstein mit seinem verwunschenen Schlosspark. Besonders sehenswert sind der versteckte Pavillon und die „Drachenhöhle“, die nicht nur Kinderfantasien beflügeln.
Der Hohensteiner Forst ist reich an mythischen Orten wie dem Teufelsstein, dem Querkelstein oder dem Felsengarten, die sich wunderbar bei dieser oder weiteren Touren entdecken lassen.
Hohenstein 1, 96482 Ahorn
Um den Rundweg von der „Alten Schäferei“ aus zustarten, können Sie direkt auf dem Parkplatz an der Schäferei parken.